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In jeder Gemeinschaft, ob Schule, Familie, Arbeitsumfeld, gestalten Menschen i hr Zusammenleben. Alle haben unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, unterschiedliche Formen der Kommunikation erlernt, haben unterschiedliche Temperamente, Meinungen und Ansichten. So bleiben auch unter Gleichgesinnten, Freunden und in Familien Konflikte nicht aus. Das meiste lässt sich in einem offenen, vertrauensvollen Gespräch klären. Doch manchmal gelingt keine Verständigung über unterschiedliche Auffassungen und Anliegen.

In diesem Fall kann eine Vermittlung durch neutrale Dritte hilfreich sein.

Aus diesem Grund gibt es an unserer Schule einen Vertrauenskreis, der sich an Eltern, Lehrer und alle anderen Mitglieder unserer Gemeinschaft richtet. Er bietet bei Konflikten innerhalb der Schule seine Hilfe an, wenn diese von den Beteiligten nicht mehr eigenständig gelöst werden können.

1. Ziele

Der Vertrauenskreis hat sich vier Ziele gegeben:

1. Sorgen, Fragen und Emotionen wahrnehmen 
2. Tatsachen klären und Transparenz herstellen
3. Kommunikation wieder ermöglichen
4. Bei der Suche nach Lösungswegen unterstützend mitwirken

2. Kernaufgaben – Verantwortung – Kompetenzen/Befugnisse

Treten Probleme in der Kommunikation zweier Personen oder Gruppen innerhalb der Schulgemeinschaft auf, können diese sich an den Vertrauenskreis wenden, der alle Probleme zunächst einmal zeitnah annimmt und bestrebt ist, diese sachlich zu durchdringen. Mögliche Problempartner sind dabei: Mitarbeiter der Schule auf der einen und Eltern auf der anderen Seite.

Der Vertrauenskreis versteht sich grundsätzlich als Team. Zwei Anlässe können jedoch dazu führen, dass einzelne Mitglieder in einem gegebenen Fall nicht mitarbeiten, wenn a) Konfliktbeteiligte dies so wünschen und b) Vertrauenskreis -Mitglieder für sich selbst eine Befangenheit erkennen.

In den Sachverhalt klärenden Gesprächen werden den Konfliktbeteiligten Vorschläge zur Problemlösung aufgezeigt und ggf. Personen benannt, an die der in Rede stehende Prozess weiter delegiert wird. Auf Wunsch der Beteiligten können Vertrauenskreis -Mitglieder den Problemlösungsprozess begleiten. Der Vertrauenskreis versteht sich nicht als Mediator, sondern als Prozess-Initiator. Daraus ergibt sich, dass der Vertrauenskreis keine Entscheidungsbefugnis innehat.

Mitglieder des Vertrauenskreises führen Gesprächsnotizen, die der Rekonstruktion des Prozesses dienen können.

3. Können

Jeder Kollege aus der Pädagogischen Konferenz und Eltern aus dem Eltern-Lehrer-Kreis können in den Vertrauenskreis gewählt werden. Ein besonderer Nachweis über eine geeignete Kompetenz ist nicht darzubringen.

4. Informationswesen

Die Schulgemeinschaft wird über die Homepage der Schule über die Vorgehensweise und Organisation des Vertrauenskreises informiert, Kontaktdaten sind dort entsprechend angegeben. Zweimal jährlich erscheinen Hinweise zu diesem Arbeitskreis im Mittwochsblatt. Alle Gespräche innerhalb des Kreises unterliegen der Verschwiegenheit.

5. Zusammenarbeit, Organisatorische Einbettung und Reflexion, Schutz

Der Vertrauenskreis verpflichtet sich – je nach Konfliktlage – mit allen Gremien der Schule offen und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Der Vertrauenskreis ist sowohl dem Eltern-Lehrer-Kreis als auch der Konferenz aller Mitarbeiter gegenüber verpflichtet, Rückblick und Rechenschaft abzulegen. Dies findet alle zwei Jahre (ungerade Jahreszahl) Ende September statt, sodass Anfang Oktober eine Neuwahl stattfinden kann.

6. Regelmäßige öffentliche Treffen

Der Vertrauenskreis trifft sich nach Bedarf. Auf jeden Fall immer vierteljährlich unmittelbar nach der Technischen Konferenz. Termine dazu werden im Mittwochsblatt bekannt gegeben und haben einen öffentlichen Teil.

7. Grundlagenarbeit – Sonstige Richtlinien und Rahmenbedingungen

Der Vertrauenskreis arbeitet auf Grundlage der Schulordnung der Freien Waldorfschule Magdeburg e.V..  Instrumente zur Gesprächsführung von „Wege zur Qualität“ finden Anwendung und werden ggf. bei der Impulsgruppe erfragt.

8. Zusammensetzung

Die Konferenz aller Mitarbeiter (pädagogische und technische Kräfte) wählt Vertreter aus dem Kollegium.
Der Eltern-Lehrer-Kreis wählt Vertreter aus der Gruppe der Elternvertreter (Eltern-Lehrer-Kreis).
Die Wahl findet im Oktober (ungerade Jahreszahl) statt und gilt für zwei Jahre.
Am Ende der Legislaturperiode halten die Mitglieder des Vertrauenskreis Rückblick und Rechenschaft vor dem Gremium, aus dem die Wahl erfolgte. 

Die Mitglieder des Vertrauenskreises können bei Bedarf direkt angesprochen werden.

  • Lehrer: Frau Berger, Frau Fechner, Frau Fiedler, Herr Woidacki
  • Eltern: Kristina Kubon, Annett Treschau-Maaßen, Thomas Stürze, Angela Frank

Die Kontaktdaten werden einmal im Schuljahr im Mittwochsblatt veröffentlicht und sind ansonsten im Büro nachzufragen.